Die kleinen Nilgänse sind da!

Wie üblich halten sich die durchsetzungsstarken Neubürger nicht an den Ablauf der Jahreszeiten und haben schon Anfang Februar mit dem Brutgeschäft begonnen – jetzt sind die Nilgansküken geschlüpft und lernen unser ungemütliches deutsches Wetter kennen.

Eulenbaum

Eine winterliche Schlafgemeinschaft von mindestens drei Waldohreulen konnte ich heute fotografieren. Diese eigentlich relativ häufige Eulenart hatte ich vorher noch nie gesehen, nur hören konnte ich sie einige Male. Wie alle Eulen haben sie einen wundervollen, durchdringenden Blick, der einem direkt in die Seele zu schauen scheint.

Eisvogelzeit

Jetzt ist er leicht zu entdecken – die kahlen Bäume bieten dem Eisvogel kaum Deckung. Der milde Winter kommt den farbenfrohen Fischjägern zugute. Wenn Gewässer über längere Zeit zufrieren, verringert sich ihr Bestand regelmäßig.

Unser kleinster

Zur Zeit kann man häufig Wintergoldhähnchen beobachten, die unentwegt in kleinen Trupps Hecken und Bäume nach Insekten absuchen. Es sind unsere kleinsten einheimischen Vögel.

Hirschbrunft im Wald

Wohl durch die großen Mengen schmackhafter und energiereicher Eicheln zieht es das Rotwild in diesem Jahr vor, den Wald zur Brunft nicht zu verlassen. Fotos vom Geschehen sind daher so gut wie unmöglich, lediglich ein paar zufällige Begegnungen waren mir vergönnt, obwohl der ganze Wald vom Röhren der Platzhirsche widerhallte.

Nur im Spätsommer…

…kann man die prächtigen Männchen der Roten Röhrenspinne beobachten, wie sie auf der Suche nach den Wohnröhren der Weibchen durch ihren sandigen Lebensraum krabbeln. In einem versteckten Naturschutzgebiet konnte ich diese südliche Art, die ich in der Vordereifel garnicht erwartet hätte, in erstaunlich großer Zahl antreffen.

Hühnerzeit

Jetzt bietet die abgeerntete Feldflur nur noch wenig Deckung für ihre tierischen Bewohner. Deshalb kann man jetzt Rebhühner und Fasane, die noch im Familienverband zusammenleben, recht gut beobachten. Während sich diese Familien bei den Fasanen allmählich auflösen, bleiben die Rebhühner noch den ganzen Winter über als Kette zusammen.

Nachzügler

Die ursprünglich aus Südamerika stammende Nutria bekommt meist erst spät im Sommer ihre Jungen. Gestern konnte ich die kleinen mit ihrer Mutter am noch immer sehr niedrigen Rhein beobachten.

Kein Schmetterlingsjahr

In diesem Jahr fliegen nur sehr wenige Schmetterlinge über die Eifelwiesen. Möglicherweise hängt das mit dem milden Winter zusammen, in dem die überwinternden Raupen und Puppen schlecht vor ihren Feinden geschützt waren. Auch andere Insekten scheinen in geringerer Zahl als sonst aufzutreten. Und so konnte ich beobachten, wie sich zwei unterschiedliche Widderchenarten in Ermangelung eines passenden Partners miteinander verpaart haben. Ob aus dieser Fehlpaarung Nachkommen hervorgehen werden, muss die Zeit erst noch zeigen.

Mehr Glück hatten die sehr seltenen Hochmoor-Perlmutterfalter, die ich in einem ihrer letzten Refugien in einem Trockenmaar in erstaunlich großer Zahl beobachten konnte.